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11.10.2018

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling: Stadt zieht Konsequenzen aus tödlichem Radfahrerunfall am Börneplatz

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent, © Foto: Stefan Krutsch, traffiQ Frankfurt am Main
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(ffm) Die Stadt zieht Konsequenzen aus dem tödlichen Radfahrerunfall vor einigen Wochen und setzt diese kurzfristig um. Dies teilte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling am Donnerstag, 11. Oktober, mit.

Die städtische Unfallkommission, in der neben mehreren städtischen Stellen auch die Landespolizei vertreten ist, habe sich in einer Sondersitzung mit dem Unfall beschäftig, so Oesterling. Die Unfallkommission habe beschlossen, den bestehenden, von der Alten Brücke kommenden Radweg in der Kurt-Schumacher-Straße nach Norden über den Börneplatz hinweg zu führen. In der Kurt-Schumacher-Straße nördlich Börneplatz stehe damit für den Radverkehr eine eigene Spur zur Verfügung. Dies gehe zu Lasten des Autoverkehrs, dem in Zukunft ebenfalls nur noch eine eigene Spur zu Verfügung stehe.

Diese Lösung werde nun ab Montag, 15. Oktober, vom Amt für Straßenbau und Erschließung umgesetzt, so der Verkehrsdezernent.

Künftig werden Kraftfahrzeuge in Fahrtrichtung Süd-Nord die Kurt-Schumacher-Straße im Bereich der Kreuzung nur noch einspurig befahren können. Mit der geänderten Verkehrsführung im Einfädelungsbereich wird für Radfahrende die Fahrt hinter der Kreuzung sicherer. Eine durchgezogene Linie und sogenannte Klemmfixe sorgen nach der Baumaßnahme für eine klare Trennung zwischen Rad- und Kraftfahrzeugverkehr. Zur weiteren Gefahrenminderung für Radfahrende sorgen vor der Kreuzung dann Klemmfixe, eine neue Markierung und eine Trenninsel. Ein gesonderter Aufstellbereich für Radfahrende direkt an der Haltlinie rundet das Paket für mehr Sicherheit ab.

Der Radweg endet zunächst in der südlichen Kurt-Schumacher-Straße in Höhe des nördlichen Pfeilers am AOK-Gebäude. In diesem Bereich steht für den Kraftfahrzeugverkehr künftig nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Für den anschließenden Abschnitt bis zum Friedberger Tor wird eine gesonderte Planung erstellt, da dabei komplexe Fragen (Straßenbahnhaltestelle, Taxistandplätze) zu berücksichtigen sind.

Die Planung für den anschließenden Abschnitt vom Friedberger Tor bis zum Beltz-Platz erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt und bedarf der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung.