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14.02.2018

traffiQ veröffentlicht Gesamtbericht über Frankfurts Busse und Bahnen - Zufriedenheit der Fahrgäste insgesamt gut

Fahrscheinverkauf im Bus, © Foto: Jahn, traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
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(kus) Das siebte Jahr in Folge veröffentlicht traffiQ, die städtische Nahverkehrsgesellschaft, den so genannten Gesamtbericht über den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt am Main. Der Bericht stellt die von der Europäischen Union vorgegebenen rechtlichen Grundlagen für den Frankfurter Nahverkehr dar, beschreibt die im Jahr 2016 erbrachten Leistungen auf Schiene und Straße und deren Qualität. Er führt nicht nur auf, welche Einnahmen Frankfurts Busse und Bahnen erwirtschafteten, sondern auch, wie hoch die Zuschüsse der öffentlichen Hand waren. Erstmals hatte traffiQ den Gesamtbericht, dessen Veröffentlichung die Verordnung Nr. 1370/2007 der Europäischen Union über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße verlangt, für das Berichtsjahr 2010 publiziert.

Öffentliche Hand unterstützt mit 136,1 Millionen Euro

Im Busverkehr nennt der Bericht die in 2016 bestehenden sieben Linienbündel und die von traffiQ beauftragten fünf Verkehrsunternehmen, die über europaweite Ausschreibungen ermittelt oder – im Fall der städtischen In-der-City-Bus GmbH auf dem Weg der Direktvergabe beauftragt wurden. Sie erbrachten auf 64 Buslinien insgesamt 17,3 Millionen Nutzkilometer (Vorjahr 16,9 Mio. km) und wurden von 60,2 Millionen Fahrgästen (57,1 Millionen) genutzt.

Insgesamt entstand für den städtischen Busverkehr (Betrieb und Infrastruktur) ein Aufwand von 75,4 Millionen Euro (73,3 Mio. Euro). Er wurde durch Einnahmen aus Tariferlösen (Fahrkartenverkäufe) sowie durch 23,7 Millionen Euro Ausgleichszahlungen (22,1 Mio. Euro) der öffentlichen Hand gedeckt.

Fahrgäste steigen in eine Straßenbahn ein, © traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
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Den städtischen Schienenverkehr – also U-Bahn und Straßenbahn – betreibt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) seit 1. Februar 2011 auf Basis einer Direktvergabe durch traffiQ. Die neun U-Bahn- und zehn Straßenbahnlinien leisteten 27,6 Millionen Nutzwagenkilometer (Vorjahr: 28,1 Mio. km), rund 132,2 Millionen Fahrgäste (126,2 Mio.) nahmen die Dienste der U-Bahnen und 61,6 Millionen (59,9 Mio.) die der Straßenbahnen in Anspruch. Der Aufwand für den Schienenverkehr belief sich auf 299,7 Millionen Euro (281,2 Mio. Euro). Für nicht durch Tariferlöse und sonstige Einnahmen gedeckte Kosten erhielt die VGF Ausgleichszahlungen in Höhe von 112,4 Millionen Euro (101,7 Mio. Euro).

Zufriedenheit der Fahrgäste insgesamt gut

Grundlage der auf den städtischen Bus- und Bahnlinien zu erbringenden Leistungen ist der Nahverkehrsplan, in dem Bedienungszeiten, Bedienungshäufigkeit und Erschließungsstandards definiert sind. Die Qualität der erbrachten Leistungen auf Straße und Schiene ermittelt traffiQ über ein Qualitätsmesssystem, dessen Fokus auf der Zufriedenheit der Kunden liegt. Diese hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die allgemeine Zufriedenheit der Fahrgäste erreicht im Busverkehr je nach Linienbündel einen insgesamt guten Wert zwischen 1,97 und 2,47. Für die Schienenverkehrsmittel lag dieser Wert bei 2,02 für die U-Bahn und 2,13 für die Straßenbahn. Bewertungsbasis ist eine fünfstufige Skala von 1 = sehr zufrieden bis 5 = sehr unzufrieden. Auch die objektiven Erhebungskriterien zeichnen ein insgesamt positives Bild.

Insbesondere im Busverkehr sind jedoch einige Ergebnisse nicht zufriedenstellend, insbesondere was die Fahrgastinformation im Fahrzeug betrifft – wenn diese teilweise bei mehr als jeder zehnten der rund 3600 Erhebungsfahrten, die traffiQ im Jahr durchführen ließ, nicht fehlerfrei funktioniert, ist das nicht akzeptabel.

Hans-Jörg von Berlepsch, Geschäftsführer der traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, © Foto: Michael Kleinespel, traffiQ Frankfurt am Main
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Gesamtbericht sorgt für Transparenz im Nahverkehr

„Die Europäische Union verpflichtet die Stadt als zuständige Behörde zur jährlichen Veröffentlichung dieses Berichts“, erklärt traffiQ-Geschäftsführer Hans-Jörg von Berlepsch. „traffiQ als Aufgabenträgerorganisation Frankfurts kommt dieser Pflicht gerne nach, dient sie doch der stets angestrebten Transparenz im städtischen Nahverkehr.“

Mit diesem Gesamtbericht kommt die Stadt Frankfurt am Main jedoch nicht nur der Berichtspflicht gegenüber der Europäischen Union nach. „Wir geben damit zugleich den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Entscheidungsträgern unserer Stadt übersichtlich die Fakten an die Hand, was der Frankfurter Nahverkehr leistet, was er kostet und – daran lassen auch die Urteile der Fahrgäste keinen Zweifel – wie gut er ist“, stellt der traffiQ-Geschäftsführer fest.

Der Gesamtbericht von traffiQ steht im Internet zum Download zur Verfügung.