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17.03.2017

Offensive für den Wohnungsbau in der Metropolregion Rhein-Main

Wohnungsbau, Juni 2016, © Foto: PIA/Stefan Maurer
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ABG FRANKFURT HOLDING GmbH und SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH gründen die EGM Entwicklungsgesellschaft Metropolregion Rhein-Main GmbH

(kus) In der Metropolregion Rhein-Main gibt es nach Erhebungen des Regionalverbandes noch rund 2.100 Hektar Reserveflächen für den Wohnungsbau, die nach den Vorgaben des Landesentwicklungsplans Kapazitäten für den Bau von 92.000 Wohnungen bieten. Diese Flächen sollen jetzt zügig für den Wohnungsneubau entwickelt werden, um so schnell neuen bezahlbaren Wohnraum in der Metropolregion zu schaffen.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz informierten Peter Feldmann, der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, und Arno Goßmann, der Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, am Freitag über die Gründung der EGM Entwicklungsgesellschaft Metropolregion Rhein-Main GmbH. Gesellschafter der EGM werden zu gleichen Anteilen die städtischen Wohnungsbauunternehmen ABG FRANKFURT HOLDING und Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH sein, deren Geschäftsführer Frank Junker und Roland Stöcklin gemeinsam nebenamtlich die Geschäftsführung der neu gegründeten Gesellschaft übernehmen werden.

„Die große Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Mit der Gründung der EGM werden wir gemeinsam eine erneute Offensive für den Wohnungsbau in der Metropolregion starten“, erklärte der Frankfurter Oberbürgermeister und ABG-Aufsichtsratsvorsitzende Feldmann. „Der Wohnungsneubau macht nicht an den Stadtgrenzen halt sondern ist eine Aufgabe der gesamten Metropolregion, diese Aufgabe wollen wir gemeinsam angehen“, begründete der Wiesbadener Bürgermeister und Wohnungsdezernent Goßmann die Initiative zur Gründung der neuen Gesellschaft.

Die Unternehmen SEG Wiesbaden mbH und ABG FRANKFURT HOLDING hätten beide die notwendigen Kompetenzen für die Entwicklung von Flächen bis zur Unterstützung bei der Bauleitplanung, erklärten beide Bürgermeister. Beide Gesellschaften würden ihre Kompetenzen für die Entwicklungsmaßnahmen bündeln und zur Bewältigung dieser enormen Herausforderung gemeinsam auftreten.

„Wir werden gezielt auf die Kommunen in der Metropolregion zugehen, die über Flächen für den Wohnungsbau verfügen, um gemeinsam die notwendigen Stadtentwicklungsmaßnahmen anzugehen“, sagte ABG-Geschäftsführer Junker. Dabei werde man eng mit dem Regionalverband zusammenarbeiten. „Wir hoffen, dass wir bei den Kommunen auch durch die enge Kooperation mit dem Regionalverband mit unseren Angeboten auf offene Türen stoßen“, führte SEG-Geschäftsführer Stöcklin aus.

Ziel der EGM ist es, die vorhandenen Flächenpotenziale in der Region nach den Vorgaben der jeweiligen Städte und Gemeinden zügig zu Bauland zu entwickeln. Die Flächen sollen für Baugebiete ausgewiesen werden, auf denen bezahlbare Wohnungen errichtet werden. Zu den Aufgaben der Gesellschaft zählt außerdem die Förderung und Umsetzung von Wohnraumkonzepten sowie die Vorbereitung und Ausführung von Maßnahmen zur Baulandentwicklung auf der Grundlage städtebaulicher Entwicklungskonzepte in den Kommunen der Metropolregion Rhein-Main. Operativ wird die EGM dabei auch die städtebauliche Planung einschließlich der Fachplanung, alle Maßnahmen zur Sicherung der Grundstücke, die Herstellung der Baureife sowie die Aufgaben als Erschließungsträger übernehmen.

Die EGM wird kein eigenes Personal haben sondern sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der Gesellschafter ABG FRANKFURT HOLDING und der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH bedienen. Auch wird die Gesellschaft nicht selbst in den Wohnungsbau investieren. Hier werden vor allem die ABG FRANKFURT HOLDING und die SEG Wiesbaden mbH oder eine ihrer Schwestergesellschaften aktiv werden. Bei Bedarf wird die Gesellschaft auf weitere Investoren zugehen.